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20.03.2025
07:38 Uhr

Deutsche Bank: Massiver Stellenabbau trotz Millionengehälter für Top-Manager

Die Deutsche Bank sorgt mit ihrer jüngsten Ankündigung für Aufsehen in der Finanzwelt: Deutschlands größtes Geldhaus plant einen drastischen Personalabbau von rund 2000 Stellen im laufenden Jahr. Gleichzeitig sollen zahlreiche Filialen geschlossen werden - ein Schritt, der die zunehmende Digitalisierung im Bankensektor widerspiegelt, aber auch Fragen zur sozialen Verantwortung des Unternehmens aufwirft.

Stellenabbau trotz üppiger Vorstandsvergütungen

Besonders pikant erscheint der angekündigte Stellenabbau vor dem Hintergrund der fürstlichen Vergütungen in der Führungsetage. Während einfache Mitarbeiter um ihre Jobs bangen müssen, wurden die Vorstandsgehälter kräftig aufgestockt. Das zehnköpfige Vorstandsgremium strich im vergangenen Jahr insgesamt 68,1 Millionen Euro ein - ein deutlicher Anstieg gegenüber den 58,3 Millionen Euro im Vorjahr. Vorstandschef Christian Sewing führt die Gehaltsliste mit satten 9,75 Millionen Euro an - eine Million mehr als im Vorjahr.

Gewinneinbruch und fragwürdige Prioritäten

Die Entwicklung erscheint umso fragwürdiger, als die Bank einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnete. Der Nettogewinn brach um dramatische 36 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro ein. Der Gewinn vor Steuern schrumpfte um sieben Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Als Hauptgrund werden Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten genannt - ein selbstverschuldetes Problem, das nun offenbar auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird.

Eine Bankenwelt der zwei Geschwindigkeiten

Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Deutsche Bank nicht weniger als 647 Gehaltsmillionäre in ihren Reihen hat. Diese erstaunliche Zahl wirft ein grelles Licht auf die Kluft zwischen Top-Verdienern und normalen Angestellten. Während die einen Millionengehälter einstreichen, müssen andere um ihre berufliche Existenz bangen.

Teil einer besorgniserregenden Entwicklung

Der Stellenabbau bei der Deutschen Bank reiht sich in eine Serie von Hiobsbotschaften der deutschen Wirtschaft ein. Erst kürzlich kündigte Audi den Abbau von 7500 Stellen an, Siemens folgte mit der Streichung von 6000 Arbeitsplätzen, davon 2850 in Deutschland. Diese Entwicklung wirft düstere Schatten auf den Wirtschaftsstandort Deutschland und zeigt einmal mehr die Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik der Ampel-Regierung.

Die aktuelle Entwicklung offenbart eine bedenkliche Schieflage in der deutschen Unternehmenskultur: Während Top-Manager sich die Taschen füllen, werden Tausende Mitarbeiter in die berufliche Ungewissheit entlassen.

Die Schließung weiterer Filialen dürfte vor allem ältere und weniger technikaffine Kunden vor Herausforderungen stellen. Die persönliche Beratung vor Ort weicht zunehmend digitalen Lösungen - ein Trend, der nicht nur Arbeitsplätze kostet, sondern auch die Qualität der Kundenbetreuung in Frage stellt.

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