
Putschversuch in Bolivien: Militär besetzte Präsidentenpalast
In Bolivien kam es zu einem dramatischen Zwischenfall, als Militäreinheiten den Präsidentenpalast besetzten. Präsident Luis Arce warnte am Mittwoch vor einem „irregulären“ Truppeneinsatz und befürchtete, dass ein Putsch im Gange sei. Glücklicherweise konnte der Staatsstreich unblutig beendet und der Anführer des Putschversuchs festgenommen werden.
Der Ablauf des Putschversuchs
Generalkommandeur Juan José Zúñiga führte den Putschversuch aus einem gepanzerten Fahrzeug heraus an. Berichten zufolge verschaffte sich Zúñiga Zugang zum Regierungspalast und kündigte an, dass das Militär auch den Präsidentenpalast übernehmen werde. Bilder zeigten gepanzerte Militäreinheiten vor dem Regierungssitz, und im Fernsehen war zu sehen, wie ein Panzerfahrzeug eine Eingangstür auframmte.
Zúñiga traf im Palastfoyer mit Präsident Arce zusammen, wurde jedoch aufgefordert zu gehen. Trotz dieser Aufforderung blieben weiterhin Militäreinheiten im Gebäude. Auf „X“ rief der Präsident die Bevölkerung dazu auf, „die Demokratie zu respektieren“, als das bolivianische Fernsehen zwei Panzer und eine Reihe von Militärangehörigen vor dem Regierungspalast zeigte.
Reaktionen auf den Putschversuch
Präsidialministerin María Nela Prada nannte den Vorfall einen „versuchten Staatsstreich“ und erklärte, die Bolivier seien „in Alarmbereitschaft, um die Demokratie zu verteidigen“. Auch der ehemalige Präsident Evo Morales prangerte die Bewegung des Militärs als einen „geplanten Staatsstreich“ an.
Vizepräsident David Choquehuanca sagte: „Wir prangern vor der internationalen Gemeinschaft an, dass es sich um einen Staatsstreich gegen unsere demokratisch gewählte Regierung in Bolivien handelt.“
General Zúñiga, der mutmaßliche Putschist, sprach vor Medienvertretern von „Angriffen auf die Demokratie“, ohne dies näher zu erläutern. Er wurde mittlerweile durch den neu ernannten Armeechef José Wilson Sánchez ersetzt, der die Truppen aufforderte, sich zurückzuziehen.
Die aktuelle Lage in Bolivien
Das 12-Millionen-Einwohner-Land Bolivien ist seit Monaten von zunehmenden Protesten geprägt. Die seit zwei Jahrzehnten andauernde Wirtschaftskrise hat das Land stark belastet. Zudem gibt es ein deutliches Zerwürfnis auf höchster Regierungsebene zwischen Präsident Arce und dem ehemaligen Präsidenten Evo Morales, die bei den Wahlen 2025 gegeneinander antreten werden.
General Zúñiga hatte angekündigt, Morales im Falle einer Kandidatur verhaften zu lassen. Morales, der von 2006 bis 2019 amtierte und im Zuge von Massendemonstrationen zurücktrat, war Ende Dezember 2023 von der Wahl ausgeschlossen worden.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Lage in Bolivien weiterentwickeln wird. Klar ist jedoch, dass die Stabilität des Landes auf dem Spiel steht und die internationale Gemeinschaft genau hinschauen wird.
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