
Russische Airline muss Airbus-Jets wegen Sanktionen stilllegen
Die größte private russische Fluggesellschaft S7 muss aufgrund der westlichen Sanktionen Teile ihrer Airbus-Flotte stilllegen. Dies teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosaviazia mit. Betroffen sind Flugzeuge des Typs A320 Neo, die ein Drittel der S7-Flotte ausmachen. Für diese Maschinen können aufgrund der Sanktionen keine Ersatzteile mehr beschafft und auch keine Wartung mehr durchgeführt werden.
Auswirkungen auf den Flugplan
Wie die Fluggesellschaft S7 auf die Stilllegung reagieren wird, ist noch nicht bekannt. Es könnte jedoch zu Streichungen im Flugplan kommen, da der Wegfall von Flugzeugen aus westlicher Produktion nicht schnell kompensiert werden kann. Die aktuelle S7-Flotte besteht ausschließlich aus Maschinen der Hersteller Airbus, Boeing und Embraer. Auch die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot setzt bislang ausschließlich auf Flugzeuge von Boeing und Airbus.
Russische Alternativen und deren Probleme
Lediglich die Tochtergesellschaft Rossiya betreibt 78 Maschinen des Typs Suchoi Superjet, die aus einheimischer Produktion stammen. Allerdings werden auch diese Flugzeuge aus Komponenten westlicher Hersteller gebaut, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
Aeroflot plant mittelfristig, auf russische Flugzeuge umzusteigen. Es wurden bereits über 300 Maschinen aus heimischer Produktion bestellt, darunter der Regionalflieger Suchoi Superjet und das Mittelstreckenflugzeug TU 214 von Tupolew. Doch der Bau russischer Flugzeuge ist wegen der Sanktionen ebenfalls ins Stocken geraten. So konnten im vergangenen Jahr nur sechs der geplanten 19 Suchoi Superjets fertiggestellt werden. Auch bei anderen russischen Herstellern kommt es zu massiven Verzögerungen bei der Auslieferung.
Langfristige Folgen für die russische Luftfahrt
Die Sanktionen haben weitreichende Auswirkungen auf die russische Luftfahrtindustrie. Aeroflot wird im laufenden Jahr voraussichtlich eine Million Passagiere und im Jahr 2025 weitere etwa vier Millionen Passagiere verlieren, wie der Geschäftsführer der Fluggesellschaft, Sergei Alexandrovsky, mitteilte. Dies könnte nicht nur die finanzielle Stabilität der Fluggesellschaften gefährden, sondern auch das Vertrauen der Passagiere in die Zuverlässigkeit des russischen Luftverkehrs erschüttern.
Politische und wirtschaftliche Implikationen
Die Sanktionen gegen Russland zeigen somit ihre Wirkung, werfen jedoch auch Fragen nach der langfristigen Strategie und den wirtschaftlichen Folgen auf. Während westliche Länder versuchen, durch Sanktionen politischen Druck auf Russland auszuüben, leiden auch westliche Unternehmen unter den Auswirkungen. So wurden beispielsweise Vermögen deutscher Großbanken in Russland beschlagnahmt, und westliche Banken zahlen Millionen an Steuern an Russland.
Die aktuelle Situation verdeutlicht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik und Wirtschaft und zeigt, wie stark globale Lieferketten und internationale Abhängigkeiten die Luftfahrtindustrie beeinflussen können. Es bleibt abzuwarten, wie Russland und seine Fluggesellschaften auf diese Herausforderungen reagieren werden und welche langfristigen Lösungen gefunden werden können, um die Stabilität der Luftfahrtbranche zu gewährleisten.

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