Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
150.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
03.12.2024
16:12 Uhr

VW-Werk in Xinjiang: Audit entlastet Konzern nur teilweise

Die Veröffentlichung des lang erwarteten Prüfberichts zum VW-Werk in der chinesischen Region Xinjiang sorgte am Nikolaustag für einen deutlichen Kursanstieg der VW-Aktie. Der Bericht, durchgeführt vom ehemaligen Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung Markus Löning, fand keine direkten Hinweise auf Zwangsarbeit im Werk selbst. Dennoch bleiben kritische Stimmen laut.

Bedeutung des Audits für Investoren

Die Prüfung war für den Wolfsburger Konzern von enormer Bedeutung. Namhafte Finanzinstitute wie der US-Dienstleister MSCI hatten die VW-Aktie mit einer "Red Flag" versehen, während die Fondsgesellschaft Deka die Papiere bereits aus ihrem Nachhaltigkeitsportfolio entfernt hatte. Union Investment machte ihre weitere Beteiligung von den Ergebnissen der Prüfung abhängig.

Die problematische Situation in Xinjiang

Die Region Xinjiang steht seit Jahren wegen systematischer Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Die kommunistische Führung in Peking hat dort ein System der Zwangsarbeit etabliert, das als wirtschaftliche Subventionsmaßnahme getarnt wird. Dabei kommen verschiedene Formen zum Einsatz:

  • Gefangenenarbeit in Internierungslagern
  • Zwangsweise Arbeitsversetzungen
  • Staatliche Einberufungen zur Saisonarbeit
  • Systematische Ausbeutung der uigurischen Bevölkerung

Kritische Bewertung des Audits

Das VW-Werk in Xinjiang beschäftigt lediglich 197 Mitarbeiter, davon 50 Uiguren. Während die Arbeitsbedingungen im Werk selbst als überdurchschnittlich gut bewertet wurden, bleiben zentrale Kritikpunkte bestehen:

"Es ist ein Unding, dass VW in diesem äußerst repressiven Umfeld überhaupt ein Werk betreibt. Die Wolfsburger liefern dem chinesischen Regime damit einen Propaganda-Erfolg in der Hoffnung auf besseren Zugang zum chinesischen Markt", kritisiert Hanno Schedler von der Gesellschaft für bedrohte Völker.

Schwachstellen der Prüfung

Die Durchführung des Audits unterlag erheblichen Einschränkungen. So mussten die Prüfer ihre Besuche beim chinesischen Partner SAIC anmelden, und Gespräche mit Mitarbeitern waren nur innerhalb des Werksgeländes erlaubt. Zudem wurde die problematische Zulieferkette nicht ausreichend untersucht.

Ausblick und Konsequenzen

Trotz der vorläufigen Entlastung durch das Audit bleiben Investoren und Menschenrechtsorganisationen skeptisch. Die schwache Corporate Governance wird weiterhin als Achillesferse des Konzerns gesehen. Experten fordern kontinuierliche Überprüfungen und eine transparentere Untersuchung der gesamten Lieferkette. Der Weltkongress der Uiguren kritisiert zudem, dass das Werk nicht losgelöst vom Kontext des dort stattfindenden Völkermordes betrachtet werden dürfe.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
19.03.2025
14 Min.

Wer ist: Dirk Müller

Dirk Müller ist als Börsenmakler das Gesicht der Frankfurter Börse im Fernsehen und mittlerweile auch in Social Media. Zufällig immer im Bild unter der Kursanzeige auf dem Börsenparkett gewesen, wurd…
Magazin
19.03.2025
11 Min.

Wer ist: Dr. Markus Krall 

Der Ökonom, Autor und Unternehmensberater Dr. Markus Krall ist mittlerweile ein in ganz Deutschland bekannter Kämpfer für die Freiheit. Seine kritische Ansichten zur Fiskalpolitik der EZB, der Rating…
Magazin
19.03.2025
9 Min.

Wer ist: Michael Mross

Michael Mross, ein Geist, der die stürmischen Meere der Wirtschaft navigiert und dabei oft gegen den Strom schwimmt. In Deutschland ist er als Autor und Wirtschaftsjournalist bekannt, dessen federnde…
Magazin
19.03.2025
11 Min.

Wer ist: Horst Lüning

Horst Lüning ist ein vielseitiger Unternehmer und Influencer, der sich auf Themen wie Finanzen, Investitionen, Politik und allgemeine Bildung spezialisiert hat. Mit seinen Ansichten und Analysen zu a…
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“