
Französisches Plädoyer für kindgerechte Digitalisierung: Regulierung statt Laissez-faire
Die französische Nation sendet ein starkes Signal in Sachen digitale Erziehung: Kein Smartphone vor dem 12. und keine sozialen Medien vor dem 15. Lebensjahr. Diese Forderung, die sich aus einer Umfrage der NGO Destin Commun herauskristallisiert, spiegelt die wachsende Sorge der französischen Eltern wider, die die Auswirkungen der digitalen Welt auf ihre Kinder mit Argusaugen beobachten.
Die Franzosen fordern: Schutz der Kinder vor digitalen Gefahren
Die Umfrageergebnisse aus Frankreich sind eindeutig: Eine deutliche Mehrheit der Befragten sieht soziale Netzwerke als gefährlichen Ort für Kinder an. Mit 80 Prozent der Befragten, die diese Meinung teilen, übersteigt Frankreich bei der Wahrnehmung dieser Bedrohung sogar Länder wie Großbritannien, Deutschland und die USA.
Präsident Macrons Vorstoß für digitale Mündigkeit
Ein gesellschaftliches Umdenken wird auch auf höchster politischer Ebene sichtbar. Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht sich für eine europaweite Regelung aus, die eine digitale Volljährigkeit erst ab 15 Jahren vorsieht. Frankreich hat bereits versucht, entsprechende Gesetze zu verabschieden, die jedoch aufgrund von EU-Vorschriften nicht in Kraft traten.
Die Folgen der Digitalisierung auf die kindliche Entwicklung
Die Diskussion um die Smartphone-Nutzung bei Kindern ist nicht neu, doch die Dringlichkeit nimmt zu. Studien zeigen, dass eine erhöhte Bildschirmzeit mit Schlafproblemen, depressiven Symptomen, Angstzuständen und Übergewicht korreliert. Die psychosozialen Auswirkungen sind ebenso wenig zu vernachlässigen, da soziale Medien durch Vergleichsdruck und Cybermobbing die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen können.
Elterliche Verantwortung versus gesetzliche Regulierung
Während gesetzliche Vorgaben einen Rahmen bieten können, liegt die Hauptverantwortung bei den Eltern. Die Vermittlung von Medienkompetenz, das Aufstellen von Regeln und die Überwachung der Mediennutzung sind essenzielle Aspekte der Erziehung im digitalen Zeitalter.
Empfehlungen für die Bildschirmzeit von Kindern
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt, dass Kinder je nach Altersgruppe nur eine bestimmte Zeit vor Bildschirmen verbringen sollten. Diese reicht von gänzlicher Abstinenz bei unter Dreijährigen bis zu maximal zwei Stunden pro Tag bei 16- bis 18-Jährigen.
Kontrast zur Realität: Kinder und Jugendliche vor dem Bildschirm
Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild: Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren schauen durchschnittlich 133 Minuten täglich auf Bildschirme, 12- bis 13-Jährige sogar 313 Minuten. Diese Zahlen überschreiten die empfohlenen Zeitspannen bei Weitem und unterstreichen die Notwendigkeit, sowohl elterliches Engagement als auch gesetzliche Maßnahmen zu stärken.
Die französische Initiative könnte ein Weckruf für eine gesamteuropäische Diskussion sein, die sich mit der Notwendigkeit einer ausgewogenen und kindgerechten Digitalisierung auseinandersetzt. Es ist an der Zeit, dass wir uns fragen, welche Art von digitaler Zukunft wir unseren Kindern hinterlassen wollen und wie wir sie darauf vorbereiten können, verantwortungsvolle digitale Bürger zu werden.
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