
Shell-Jugendstudie 2024: Krieg und Armut dominieren die Ängste der Jugend
Die neueste Shell-Jugendstudie, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde, offenbart ein komplexes Bild der deutschen Jugend. Während konservative Lebensmodelle weiterhin geschätzt werden, verorten sich viele Jugendliche politisch eher links. An der Spitze ihrer Ängste stehen jedoch nicht mehr Klima, sondern Krieg und Armut.
Steigende Sorgen um Krieg und Armut
Die 19. Shell-Studie zeigt, dass die Angst vor Armut unter Jugendlichen von 52 Prozent im Jahr 2019 auf 67 Prozent im Jahr 2024 gestiegen ist. Noch größer ist die Furcht vor einem Krieg in Europa, die von 46 Prozent auf alarmierende 81 Prozent zugenommen hat. Diese Entwicklungen spiegeln die aktuellen globalen Unsicherheiten wider und zeigen, dass die Jugend sehr wohl die geopolitische Lage im Blick hat.
Optimismus trotz Krisen
Trotz dieser Ängste bleibt die Jugend überraschend optimistisch. 54 Prozent der Jugendlichen sehen die Zukunft unserer Gesellschaft "eher zuversichtlich", ein leichter Anstieg gegenüber 52 Prozent im Jahr 2019. Forschungsleiter Mathias Albert führt dies auf die Überwindung der Pandemie zurück, die den Jugendlichen gezeigt habe, dass Krisen gemeistert werden können.
Berufliche Sicherheit und Einkommen im Fokus
Die Studie offenbart auch, dass berufliche Sicherheit und ein gutes Einkommen für Jugendliche an Bedeutung gewonnen haben. Dies ist kaum verwunderlich angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, die durch die Pandemie und andere globale Krisen verstärkt wurden.
Polarisierung statt Rechtsruck
Entgegen der Annahmen über einen Rechtsruck zeigt die Studie, dass die politische Landschaft unter Jugendlichen eher polarisiert ist. Während sich jeder vierte junge Mann als "rechts" oder "eher rechts" einordnet, ist auch die Zahl derjenigen gestiegen, die sich als "links" definieren. Dies deutet eher auf eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung hin als auf eine einseitige politische Verschiebung.
Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Die Studie zeigt auch geschlechtsspezifische Unterschiede in den Interessen und Werten. Während Themen wie Feminismus und vegane Ernährung bei Frauen stärker Anklang finden, sind Männlichkeit und Wettbewerb bei Männern präsenter. Dennoch gibt es auch gemeinsame Werte, wie der Wunsch nach Familie und sozialer Absicherung.
Geopolitische Ansichten und Medienvertrauen
Die Shell-Studie zeigt, dass das Interesse an Politik unter Jugendlichen weiter zunimmt. Während das Vertrauen in klassische Medien hoch bleibt, gewinnen alternative Informationsquellen aus dem Internet an Bedeutung. Geopolitisch zeigen sich differenzierte Meinungen, insbesondere in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und die Rolle Deutschlands in der NATO.
Insgesamt zeichnet die Shell-Jugendstudie 2024 ein Bild einer Jugend, die trotz konservativer Lebensmodelle politisch eher links bleibt und sich zunehmend polarisiert. Die Ängste vor Krieg und Armut dominieren, während das Vertrauen in die eigene Zukunft und die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, bestehen bleibt.
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