
Alarmierender Trend im Handwerk: Ein Viertel weniger Bäckereien seit 2015
Die traditionsreichen deutschen Bäckereien stehen vor einer ernsten Krise. Aktuelle Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks zeigen, dass bis zum Ende des Jahres 2023 die Zahl der Bäckereibetriebe in Deutschland auf nur noch 9.242 gesunken ist. Dies entspricht einem Rückgang von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch alarmierender ist der langfristige Trend: Seit 2015 hat mehr als ein Viertel der Bäckereien in Deutschland geschlossen. Damals zählte man noch 12.155 Betriebe.
Rückgang der Beschäftigtenzahlen trotz hoher Verkaufsstellenanzahl
Die Zahl der Beschäftigten in diesen Betrieben ist ebenfalls gesunken, um 1,4 Prozent im Jahresvergleich, was die Gesamtzahl auf etwas mehr als 235.000 Mitarbeiter reduziert. Trotz des Rückgangs der Betriebe und Beschäftigten bleibt die Zahl der Verkaufsstellen mit über 40.000 weiterhin hoch. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass die verbleibenden Bäckereien mehr Filialen betreiben.
Meisterpflicht im Bäckerhandwerk und die Auswirkungen auf die Ausbildung
Ein Hoffnungsschimmer ist die gestiegene Zahl der abgeschlossenen Meisterprüfungen. Im Jahr 2023 traten 284 Gesellen zur Meisterprüfung an, was einer Zunahme von 7,6 Prozent entspricht. Roland Ermer, Präsident des Zentralverbands, sieht darin noch keine Trendwende, aber einen stolzen Moment für die Branche. Die Meisterpflicht im Bäckerhandwerk bedeutet, dass ohne abgeschlossene Meisterprüfung weder eine Übernahme noch eine Gründung eines Betriebs möglich ist. Trotz des Anstiegs der Meisterprüfungen sank die Zahl der Auszubildenden um acht Prozent.
Tradition trifft auf moderne Herausforderungen
Die deutsche Bäckertradition, bekannt für ihre Qualität und Vielfalt, steht vor modernen Herausforderungen. Der Rückgang der Handwerksbetriebe ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Veränderungen und der wirtschaftlichen Druckverhältnisse. Die Konzentration auf Großbäckereien und der Wettbewerb mit Supermärkten, die Backwaren oft zu niedrigeren Preisen anbieten, erschwert es kleinen Handwerksbäckereien, zu bestehen.
Die Entwicklung zeigt, dass die Politik gefordert ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das traditionelle Handwerk stärken und jungen Menschen Anreize bieten, sich für eine Ausbildung im Handwerk zu entscheiden. Es steht nicht nur die Qualität des deutschen Brotes auf dem Spiel, sondern auch ein Stück Kultur und Lebensqualität.
Fazit: Ein Appell für die Bewahrung einer Handwerkstradition
Die Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks sind ein Weckruf für alle, die das traditionelle Bäckerhandwerk schätzen. Es ist an der Zeit, dass wir als Gesellschaft die Bedeutung des Handwerks erkennen und unterstützen. Die Stärkung von traditionellen Werten und die Förderung des Handwerks sind essentiell, um das Erbe und die Zukunft der deutschen Bäckereien zu sichern.
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