
Gewerkschaften warnen: 13-Stunden-Arbeitstage als neuer Standard?
Die Pläne von Union und SPD zur Aufweichung der gesetzlichen Höchstarbeitszeit stoßen auf massive Kritik beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). In einer Zeit, in der viele Arbeitnehmer bereits am Limit ihrer Belastbarkeit operieren, könnte eine solche Regelung fatale Folgen haben. Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi schlägt Alarm und warnt eindringlich vor den möglichen Konsequenzen.
Arbeitsschutz in Gefahr: DGB sieht rote Linien überschritten
Das bestehende Arbeitszeitgesetz ist keine beliebige Verhandlungsmasse, sondern ein elementares Schutzgesetz für Arbeitnehmer. Es basiert auf fundierten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen und sichert die notwendige Erholung sowie den Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Die aktuellen Regelungen erlauben bereits jetzt Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden pro Woche - eine weitere Ausweitung erscheint geradezu absurd.
Drohende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen
Besonders alarmierend ist die Befürchtung, dass bei einer Aufweichung der Höchstarbeitszeit und einer bloßen Sicherung der elfstündigen Ruhezeit 13-Stunden-Schichten zum neuen Standard werden könnten. Dies würde die ohnehin schon prekäre Situation in vielen Branchen weiter verschärfen und könnte zu einem regelrechten Kollaps führen.
Schweden als Vorbild: Mehr Tarifbindung statt Gesetzeslockerung
Die DGB-Chefin verweist auf das schwedische Modell, wo die wöchentliche Arbeitszeit bei 40 Stunden begrenzt ist und gleichzeitig eine Tarifbindung von beeindruckenden 88 Prozent besteht. Statt die Schutzgesetze aufzuweichen, sollte Deutschland diesem Beispiel folgen und die Tarifbindung stärken.
Kritik an steuerfreien Überstundenzuschlägen
Auch die Idee steuerfreier Zuschläge für Mehrarbeit stößt auf Ablehnung. Diese könnten die bewährten flexiblen Jahresarbeitszeitkonten gefährden und würden vor allem Teilzeitkräfte - mehrheitlich Frauen - benachteiligen. Stattdessen fordert Fahimi eine präzise Erfassung der Arbeitszeiten, um unbezahlte Mehrarbeit zu verhindern.
Fazit: Warnung vor übereilten Experimenten
Die geplanten Änderungen im Arbeitszeitgesetz könnten sich als gefährliches Experiment auf dem Rücken der Arbeitnehmer erweisen. In einer Zeit, in der viele Beschäftigte bereits am Limit arbeiten, wären weitere Belastungen durch gelockerte Arbeitszeitregelungen unverantwortlich. Die Politik täte gut daran, die Warnungen der Gewerkschaften ernst zu nehmen und stattdessen die Arbeitnehmerrechte zu stärken.
Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass sich die Arbeitnehmer in Deutschland gewerkschaftlich organisieren und ihre Interessen gemeinsam vertreten. Nur so können sie sich erfolgreich gegen die fortschreitende Aushöhlung ihrer Rechte zur Wehr setzen.

Exklusives Live-Webinar am 23.04.2025 • 19:00 Uhr Der größte Raubzug aller Zeiten Wie Du systematisch enteignet wirst Webinar mit 8 Top-Experten am
23.04.2025 • 19:00 Uhr
23.04.2025 • 19:00 Uhr
Exklusive Experten-Runde:

Peter Hahne

Kolja Barghoorn

Ralf Flierl

Dr. Marc Faber

Patrick Baab

Peter Boehringer

Ernst Wolff
Seien Sie dabei, wenn Dominik Kettner und seine hochkarätigen Gäste Peter Hahne, Kolja Barghoorn, Ralf Flierl, Dr. Marc Faber, Patrick Baab, Peter Boehringer und Ernst Wolff die wahren Hintergründe der systematischen Enteignung durch neue Steuern, den digitalen Euro und versteckte Abgaben enthüllen. Mit interaktiver Fragerunde und der Chance auf Gold im Wert von 15.000€!



Tausende bereits angemeldet
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik